Die Antwort auf die Frage, was der Unterschied zwischen Augenringen und Tränensäcken sei, ist oftmals nichts ganz klar. Beide Begriffe werden häufig in einen Topf geworfen und synonym verwendet. Beispielsweise hört man häufig, dass sich Menschen über ihre Augenringe beklagen, obwohl sie eigentlich Tränensäcke meinen. Beides ist aber nicht das gleiche. Den Unterschied zwischen Augenringen und Tränensäcken will ich in diesem Artikel beschreiben. Obwohl es aber deutliche Unterschiede gibt, sind auch einige Gemeinsamkeiten offensichtlich. So gibt es beispielsweise kosmetische Mittel und auch Hausmittel, die bei beiden Problemen eingesetzt werden können.

Was sind Augenringe?

Mit dieser Frage haben wir uns im Artikel Zwei Typen von Augenringen bereits etwas näher beschäftigt. Bei Augenringen weicht die Farbe des Bereichs im die Augen von der Farbe des restlichen Gesichts ab. Entweder wirkt die Haut dunkel (eher bräunlich), was auf Hyperpigmentierung zurückzuführen ist. Oder die Augenringe sind eher bläulich oder lila. Das passiert vor allem, wenn die Haut unter oder um die Augen sehr dünn ist und die darunterliegenden Blutgefäße durchscheinen. Der gut gemeinte Tipp “Du brauchst einfach eine dickere Haut”, trifft bei Augenringen also wirklich zu, auch wenn das natürlich nicht im Handumdrehen geht.

Bei Augenringen liegen aber keine Schwellungen vor wie bei Tränensäcken. Wobei natürlich auch beides gleichzeitig auftreten kann, da die Ursachen oftmals ähnlich sind.  Bei Augenringen ist die Beschaffenheit der Haut also relativ normal, sie sieht aber verfärbt aus.

Was sind Tränensäcke?

Trotz des Namens haben Tränensäcke erst einmal nichts mit Tränen zu tun. Obwohl der Blick in den Spiegel bei Betroffenen dafür sorgen kann, dass man in Tränen ausbricht (man verzeihe mir den Sarkasmus). Ursache für Tränensäcke ist ein gestörter Lymphfluss. Die Lymphflüssigkeit staut sich hierbei in der Haut unter den Augen. Es liegt hier also keine – zumindest nicht unbedingt – Verfärbung der Haut vor. Der Hautton kann sich vom Rest der Gesichtshaut nicht unterscheiden, die Haut unterhalb der Augen ist aber geschwollen.

Tränensäcke können auch mit Hautalterung zu tun haben. Wenn das Bindegewebe und die Haut zunehmend ihre Elastizität verlieren (weniger Kollagen und Elastin), kann dies ebenfalls zu Tränensäcken führen. Daher ist es vor allem im Alter wichtig, die Kollagenproduktion im Körper anzukurbeln. Das ist auch eine weitere Gemeinsamkeit mit Augenringen. Die Haut wird mit dem Alterungsprozess eher dünner, weshalb Blutgefäße leichter durchscheinen.

Gemeinsamkeiten zwischen Augenringen und Tränensäcken

Obwohl es wichtig ist, die beiden Begriffe auseinanderzuhalten, gibt es auch Gemeinsamkeiten zwischen Augenringen und Tränensäcken. So können Augenringe und Tränensäcke durchaus gemeinsam auftreten. Wer Tränensäcke hat, kann auch gleichzeitig unter der bräunlichen bzw. bläulichen Verfärbung leiden. Auch sind die Ursachen häufig gleich oder ähnlich. Dazu können unter anderem Schlafmangel und Stress, Allergien oder Alkoholkonsum zählen. Auch die Behandlung kann sich ähneln. Verschiedene Hausmittel werden oft sowohl bei Augenringen als auch bei Tränensäcken angewendet. Das gilt unter anderem für Kühlung (durch Eiswürfel oder gekühlte Löffel oder auch Koffein).

Fazit

Es lohnt sich durchaus, sich den Unterschied zwischen Augenringen und Tränensäcken klarzumachen. Es handelt sich hierbei um unterschiedliche Symptome, die beide für Betroffene sehr störend sind. Wer an beiden leidet, sollte aber nicht den Kopf in den Sand stecken. Sowohl die Ursachen als auch die Behandlungsmöglichkeiten ähneln sich in vielen Fällen. Man kann hier also zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Trotzdem ist es sinnvoll, beide Begriffe auseinanderzuhalten. Nehmen wir an, dass ich Tränensäcke habe, diese aber für Augenringe halte. Dann suche ich vielleicht im Internet nach Mitteln gegen Augenringe und kaufe ein teures Mittel dafür. Dieses ist aber für Tränensäcke vielleicht gar nicht geeignet und ich habe Geld zum Fenster rausgeschmissen. Tendenziell gehen Tränensäcke eher schneller weg als Augenringe, auch wenn das natürlich nicht immer zutrifft und von Mensch zu Mensch verschieden ist.